Pressemitteilung zum Bericht „Tüfteln für die Energiewende“ vom 29.08.2018 im Wirtschaftsteil der Frankenpost

Lokalpolitik

„Verwundert nehmen wir zur Kenntnis, dass die sogenannten Smart Grips in denen Blockheizkraftwerke intelligent vernetzt werden und somit in die lokalen Stromnetze einspeisen können, für Deutschland ein ganz neuer Gedanke sei,“ so SPD Unterbezirksvorsitzender Ulrich Scharfenberg, „denn 2011 haben wir dies bereits in einer Arbeitsgruppe erarbeitet und einen entsprechenden Antrag formuliert, der anschließend über den Bundesparteitag und die SPD Bundestagsfraktion weitergeleitet worden ist.“
Udo Benker-Wienands, Vorsitzender der ökologischen Bildungsstätte Hohenberg, ergänzt, dass die damaligen Überlegungen in zwei Forderungen mündeten. „Die Vergütung für Strom aus BlockHeizKraftwerken (BHKW) muss die mittelfristige (10-12 Jahre) Wirtschaftlichkeit der Investition garantieren und wenn das BHKW zusätzlich in ein bedarfsgesteuertes Stromnetzwerk (Smart-Grip) integriert wird, ist ein zusätzlicher Bonus für jede produzierte Kilowattstunde Strom zu gewähren.“

Die hochfränkische SPD freut sich, dass ihre Vorschläge im Bundeswirtschaftsministerium aufgegriffen worden sind und in einem Großprojekt nunmehr endlich weiter entwickelt werden. Denn BHKWs können in kürzester Zeit (Minutenbereich) auf volle Leistung gefahren werden. So können sie bei Netzschwankungen oder Unterversorgung durch regenerative Energiequellen die Netzstabilität und die Versorgung der Verbraucher kurzfristig sicherstellen. Dazu ist es notwendig, dass der Netzbetreiber im Bedarfsfall das BHKW starten kann. Dies ist durch die sogenannten Smart – Grips (bedarfsgesteuerte Stromnetze) möglich. So kann der Netzbetreiber erhebliche Investitionskosten für neue Energiespeicherwerke einsparen. Ebenso wird der landschaftliche Flächenverbrauch reduziert.
„Der einsetzende Klimawandel mit dem Supersommer 2018 macht die Brisanz einer Energiewende sehr deutlich. Mit BHKWs kann eine ideale Koppelung von Strom- und Wärmeversorgung organisiert werden. Bei etwa 20 Millionen Gebäuden in Deutschland und einem Heizungsrenovierungzyklus von cirka 20 Jahren pro Jahr, kommen eine Million Heizanlagen jährlich zur Erneuerung. Eine doppelte Nutzung der eingesetzten Primärenergie, sowohl zur Wärme- wie auch zur Stromerzeugung, ist ein effektiver Schritt zur Senkung des CO2- Ausstoßes. Der riesige Anteil der Beheizung und Warmwassererzeugung in den Gebäuden am Energieverbrauch würde damit in einem ersten Schritt ohne Komfortverlust deutlich reduziert werden“, so Benker-Wienands.
„Lokal regenerativ erzeugter Strom trägt in intelligenten Netzen dazu bei den notwendigen Netz Um -und Ausbau, der Zur Zeit bundesweit diskutiert wird, soweit wie möglich zu reduzieren,“ so Scharfenberg.

 

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